Trockenbausystem

Trockenbausystem verlegen – Fußbodenheizung ohne Nassestrich

Das Trockenbausystem ist die einzige Möglichkeit für Fußbodenheizung auf Holzbalkendecken und überall, wo kein Nassestrich möglich ist. Kein Estrichleger, keine Baufeuchte, sofort belastbar nach 24 Stunden.

⏱ 7 Min. Lesezeit
Trockenbau · Altbau
Kein Nassestrich

Voraussetzungen und Werkzeug

Benötigtes Werkzeug

  • Stichsäge oder Kreissäge für Trockenestrichplatten
  • Cuttermesser / Teppichmesser
  • Maßband, Bleistift, Winkel
  • Rohrschneider für PE-Xa (kein Sägen)
  • Heizkreisverteiler-Schlüsselsatz
  • Druckpumpe (Prüfdruck 6 bar)
  • Schraubenzieher / Akkuschrauber

Voraussetzungen

  • Untergrund tragfähig und eben (Holzbalkendecke: max. 3 mm Durchbiegung/m)
  • Raumtemperatur ≥ 10 °C während Verlegung
  • Dampfsperre bei Holzbalkendecke verlegen (PE-Folie 0,2 mm)
  • Heizkreisverteiler vorinstalliert

Verlegeplanung

Vor der Verlegung Heizkreise und Plattenraster planen. Faustregel: max. 100 m Rohr Ø 16 mm pro Kreis. Kreise ähnlicher Länge (±10 %) für optimalen hydraulischen Abgleich.

  • Rohr Ø 16 mm, max. Kreislänge 100 m
  • Rohrabstand durch Plattenraster vorgegeben (typ. 100 oder 150 mm)
  • Plattenzuschnitt an Wänden und Hindernissen einplanen
  • Wärmeleitbleche für optimale Wärmeverteilung einplanen

Trockenbausystem verlegen: 7 Schritte

1

Untergrund vorbereiten: Holzbalkendecke oder Untergrund auf Tragfähigkeit und Ebenheit prüfen. PE-Folie (0,2 mm) als Dampfsperre vollflächig auslegen, Stöße 20 cm überlappen und kleben.

2

Dämmrandstreifen anbringen: PE-Schaum-Randstreifen (mind. 8 mm) umlaufend an allen Wänden anbringen. Höhe muss über den fertigen Bodenaufbau reichen.

3

Erste Lage Trockenestrichplatten: Gipsfaserplatten (erste Lage) fugenversetzt verlegen. Stöße verkleben und verschrauben. Fugen ≤ 2 mm.

4

Wärmeleitbleche einlegen: Aluminium-Wärmeleitbleche in die Rohrkanäle der zweiten Plattenlage einlegen. Sorgen für gleichmäßige Wärmeverteilung.

5

Heizrohr einlegen: PE-Xa EVOH Ø 16 mm nach Heizkreisplan in die Rohrkanäle/Wärmeleitbleche einlegen. Biegeradius ≥ 80 mm. Kein Tacker erforderlich.

6

Anschlüsse und Druckprüfung: Rohre in Schutzwellrohr zum Verteiler führen. System mit 6 bar Wasserdruck beaufschlagen, 30 Min. halten. Protokoll erstellen.

7

Abdeckplatten und Bodenbelag: Zweite Lage Gipsfaserplatten über Rohrkanälen verschrauben und verkleben. Nach 24 Stunden: Bodenbelag verlegen (Fliesen, Parkett, Vinyl).

Häufige Fragen

Das Trockenbausystem ist speziell für Böden konzipiert, die keinen Nassestrich vertragen – vor allem Holzbalkendecken. Feuchte würde das Holz schädigen. Stattdessen werden Gipsfaserplatten verlegt, die sofort belastbar sind.
Ja – das Trockenbausystem ist die einzige FBH-Lösung, die für Holzbalkendecken geeignet ist. Kein Nassestrich, keine Baufeuchte, geringes Gewicht (ca. 25 kg/m² vs. 100+ kg/m² bei Nassestrich).
Nach 24 Stunden ist das System belastbar und der Bodenbelag kann verlegt werden. Kein Warten auf Estrichtrocknung (21–60 Tage beim Nassestrich).
Fliesen, Naturstein, Vinyl, Laminat und Parkett (Wärmedurchlasswiderstand ≤ 0,15 m²K/W beachten). Der Bodenbelag muss für Fußbodenheizung freigegeben sein.
35–65 €/m² Material – teurer als Tacker- oder Klettsystem, aber günstiger bei den Gesamtkosten: Kein Estrichleger, keine Wartezeit, keine Beheizungskosten für die Baustelle.
Ja. Durch die schnelle Reaktionszeit (kein Speicherestrich) ist das Trockenbausystem besonders flexibel regelbar. Vorlauftemperatur 30–50 °C, optimal für Wärmepumpen.

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