Trockenbau-KomplettsetTrockenbausystem
MC THERM

Trockenbau Fußbodenheizung Komplettset EPS300

Trockenbau Fußbodenheizung EPS300 – kein Estrich, nur 30 mm Aufbau, sofort begehbar. Druckfestigkeit 300 kPa, λ = 0,033 W/(mK). Rohrtyp wählbar: PE-Xa, PE-RT oder Metallverbundrohr. 20–200 m². Made in Germany.

Heizfläche: 20 m²
Rohrtyp: PE-Xa
Wärmeleitblech: Ohne Wärmeleitblech
Ihr Preis €454,30 €468,36 Inkl. MwSt. INKL. 3% SETRABATT
≈ €22,71 / m²
Auf Lager
Noch wenige Sets verfügbar
Lieferung bis
✓EPS300-Systemplatte λ=0,033 W/(mK) – höchste Wärmedämmung
✓300 kPa Druckfestigkeit – geprüft nach DIN EN 13163
✓Kein Estrich – sofort begehbar nach Verlegung
✓Komplettset 20–200 m² – alle Komponenten inklusive
Deine genauen m² jetzt berechnen →
Speditionsversand ab 1.200 € kostenfrei
5 Jahre Garantie auf Rohr & System
30 Tage Rückgabe ohne Risiko
Techn. Beratung Mo–Fr · 8–17 Uhr
ZahlungAmerican Express Apple Pay BLIK EPS Google Pay iDEAL Wero Klarna Maestro Mastercard PayPal Shop Pay Union Pay Visa

Das MC Therm Trockenbau Fußbodenheizung Komplettset EPS300 wurde entwickelt, um die Vorteile der Fußbodenheizung auch dort zugänglich zu machen, wo kein Nassestrich möglich oder gewünscht ist. Ob Altbausanierung, Renovierung unter laufendem Betrieb oder der Wunsch nach schnellerer Fertigstellung – das EPS300-System liefert eine vollwertige Fußbodenheizung ohne Kompromisse.

Die hochwertigen EPS300-Systemplatten (Mäander- und Kreiselement) nehmen das Heizrohr formschlüssig auf. Gleichmäßige Wärmeverteilung und optimale Heizleistung ohne zusätzliche Befestigungsmittel.

Das Heizrohr mit EVOH-Sauerstoffsperrschicht (DIN 4726) schützt metallische Heizungskomponenten langfristig vor Korrosion. Wählbar als PE-Xa, PE-RT oder Metallverbundrohr.

Das Komplettset ist in 19 Größen von 20 m² bis 200 m² erhältlich. Jede Variante enthält genau die benötigte Menge an Platten, Rohr und Randdämmstreifen für die angegebene Fläche.

26× EPS300-Systemplatte Mäanderelement 30 mm, 1200×600 mm (λ=0,033, 300 kPa)
3× EPS300-Systemplatte Kreiselement 30 mm, 1200×600 mm (λ=0,033, 300 kPa)
1× PE-Xa EVOH Heizrohr Ø 16×2 mm, 200 m-Rolle (140 m gesamt)
1× Randdämmstreifen mit Folienflansch, selbstklebend (DIN 18560), 50 m-Rolle

Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und für die angegebene Heizfläche ausgelegt. Für individuelle Mengen oder andere Rohrabstände: Konfigurator nutzen →

Technische Daten

Material Dämmplatte
EPS300 expandiertes Polystyrol
Wärmeleitfähigkeit (λ)
0,033 W/(mK)
Druckfestigkeit
300 kPa (CS(10)300)
Plattendicke
25 mm
Baustoffklasse
E nach EN 13501-1
Heizrohr
PE-Xa 16x2 mm, EVOH-Sauerstoffsperrschicht
Verlegeabstand (VA)
150 mm (durch Noppen-Raster vorgegeben)
Norm
DIN EN 1264, DIN EN 13163
Plattenformat
1200 × 600 mm (0,72 m²/Platte)
Verfügbare Varianten
20 m² bis 200 m² (19 Größen), andere Größen auf Anfrage
★★★★★
"Ich habe das EPS300-Komplettset für eine 75 m² Wohnung im Altbau verwendet. Die Platten sind sehr formstabil und das Rohr rastet sauber in die Noppentaschen ein. Nach zwei Tagen war alles verlegt und sofort begehbar. Sehr empfehlenswert!"
T
Thomas K.14.01.2026
★★★★★
"Habe 90 m² mit diesem System ausgestattet. Die EPS300-Platten liegen absolut plan und das PE-Xa Rohr lässt sich problemlos in die Nuten clipsen. Kein Estrich, kein Warten – nach einer Woche waren alle Böden fertig."
M
Markus W.03.02.2026
★★★★★
"Sehr gute Verarbeitungsqualität. Die Platten sind maßhaltig und der Lieferumfang vollständig. Der Kundenservice von MC Therm hat mir bei der Planung geholfen – sehr kompetent. Verlegung unter Laminat funktioniert einwandfrei."
A
Andreas S.18.02.2026
★★★★★
"Endlich ein System, das für Altbauten wirklich passt. Kein zusätzliches Gewicht durch Estrich, kein monatelanger Umbau. Das EPS300-Set war sehr einfach zu verlegen. Heizung läuft seit 2 Monaten problemlos."
S
Stefan M.07.03.2026
★★★★★
"Die Platten sind sehr stabil (300 kPa merkt man deutlich). Das Rohr lässt sich gut verlegen, auch in engen Ecken. Einziger Punkt: Bei Fliesen braucht man unbedingt eine Entkopplungsmatte, das sollte man einplanen. Sonst alles bestens."
R
Robert H.22.03.2026
★★★★★
"Wir haben 120 m² im EG saniert. Das EPS300-Komplettset hat alles geliefert was versprochen wurde. Schnelle Lieferung, vollständiger Inhalt, einfache Verlegung. Die Wärmeverteilung ist sehr gleichmäßig – kein Vergleich zum alten Heizkörpersystem."
M
Michael B.11.04.2026
★★★★★
"Als Installateur verwende ich das MC Therm EPS300-System jetzt bei mehreren Projekten. Die Platten lassen sich präzise schneiden und verlegen. Das PE-Xa Rohr ist von hoher Qualität. Preis-Leistung ist sehr gut."
J
Jürgen F.02.05.2026
★★★★★
"Genau das, was wir gesucht haben. Sanierung in bewohntem Zustand möglich, weil kein Nassestrich nötig. Die EPS300-Noppenplatten sind sehr robust und die Rohrverlegung geht schnell von der Hand. Sehr gute Erfahrungen mit MC Therm!"
K
Klaus D.15.06.2026

Versand

  • Abholung in Chemnitz möglich (kostenlos)
  • Versand ab 1.200 € Bestellwert – Anfrage an shop@mc-therm.de
  • Lieferzeit: 3–7 Werktage nach Auftragsbestätigung
  • Versandart: Spedition (Palette)

Garantie

  • 5 Jahre Garantie auf Material und System
  • Konformitätserklärung auf Anfrage verfügbar
  • Produkt entspricht DIN EN 13163 (Dämmplatte) und DIN EN 1264 (Fußbodenheizung)
  • Feuchteschutz nach DIN 18560
  • Made in Germany – Produktion in Chemnitz
Was ist das Trockenbau Fußbodenheizung Komplettset EPS300?

Das Trockenbau Fußbodenheizung Komplettset EPS300 ist ein vollständiges System für die Warmwasser-Fußbodenheizung ohne Estrich. Es besteht aus EPS300-Noppenplatten (expandiertes Polystyrol, 300 kPa Druckfestigkeit), in deren Noppenstruktur das PE-Xa Heizrohr werkzeugfrei eingeclipst wird.

Im Gegensatz zu Nassestrich-Systemen wird kein Ausgleichsestrich benötigt. Das System hat einen Gesamtaufbau von nur 30 mm und ist direkt nach der Verlegung begehbar – kein Warten auf Trocknungszeiten.

Was unterscheidet EPS300 von normalen Tackersystem-Platten?

EPS300 bezeichnet expandiertes Polystyrol mit einer Druckfestigkeit von 300 kPa (CS(10)300) gemäß DIN EN 13163. Herkömmliche Tackersystem-Dämmplatten aus EPS 035 oder EPS 040 haben typisch 100–200 kPa Druckfestigkeit und werden mit Estrich überdeckt.

EPS300 hingegen ist speziell für Trockenbausysteme entwickelt: Die höhere Druckfestigkeit gewährleistet Formstabilität ohne Estrich-Überdeckung. Außerdem bietet die EPS300-Platte mit λ = 0,033 W/(mK) eine etwas bessere Wärmedämmung als Standard-EPS (λ = 0,035 W/(mK)).

Wie hoch ist der Gesamtbodenaufbau mit dem EPS300-System?

Die EPS300-Noppenplatten haben eine Dicke von 30 mm. Zusammen mit dem PE-Xa Rohr (16x2 mm Außendurchmesser, liegt in der Noppentasche) ergibt sich ein Gesamtaufbau von ca. 32–35 mm zuzüglich des Bodenbelags.

Bei Laminat oder Parkett (8–15 mm) resultiert eine Gesamtaufbauhöhe von ca. 40–50 mm. Bei Fliesen mit Entkopplungsmatte (3–5 mm) und Fliesenstärke (8–10 mm) ca. 45–55 mm. Dieser minimale Aufbau ist ideal für Sanierungen, bei denen die Raumhöhe erhalten bleiben muss.

Wie verlege ich die EPS300-Systemplatten?

Die Verlegung des EPS300-Trockenbausystems ist einfach und werkzeugfrei: Zuerst wird die PE-Systemfolie auf dem sauberen, trockenen Untergrund ausgelegt, dann der Randstreifen an allen Wänden befestigt. Anschließend werden die EPS300-Noppenplatten fugenversetzt verlegt.

Das PE-Xa Heizrohr wird dann von Hand in die Noppenstruktur gedrückt – es rastet sicher ein und behält seine Position ohne weitere Befestigung. Der Verlegeabstand von 100 mm ist durch das Noppen-Raster vorgegeben. 50 m² können von einer Person in ca. 6–8 Stunden verlegt werden.

Für welche Bodenbeläge eignet sich das EPS300-System?

Das EPS300-Trockenbausystem eignet sich für alle gängigen Bodenbeläge in Wohn- und leichten Gewerberäumen. Unter Laminat und Parkett kann das System ohne zusätzliche Lastverteilerschicht verlegt werden – die EPS300-Platten bieten ausreichend Stabilität.

Unter Fliesen und Naturstein wird eine Entkopplungsmatte (3–5 mm) empfohlen, um Schubspannungen aus der Fußbodenheizung aufzunehmen. Das System ist für Untergründe bis zu 200 kg/m² statischer Belastung geeignet. Nicht geeignet für Industrieböden oder stark belastete Gewerbeböden.

Montage- und Verlegeanleitung

Systemplatte EPS300 ohne Alufolie · Fußbodenheizung im Trockenbau

Ausführliche Montageanleitung (PDF) Montageanleitung kurz mit Bildern (PDF)
PlanungUntergrundPlattenRohre & BlecheBodenaufbau

1 · Systemüberblick und Anwendungsbereich

Das Trockenbausystem EPS300 ermöglicht eine wasserführende Flächenheizung ohne Zementestrich. Die Systemplatte aus expandiertem Polystyrol der Druckklasse EPS 300 nimmt das Heizrohr in vorgeformten Kanälen auf und bildet zusammen mit dem Rohr eine plane, unmittelbar belegbare Fläche. Da keine Nassschicht eingebracht wird, entfällt die mehrwöchige Austrocknungs- und Belegreifezeit: Die Fläche ist nach Montage, Dichtheitsprüfung und Belagsaufbau betriebsbereit.

Durch die geringe thermische Masse reagiert das System deutlich schneller als ein estrichgebundener Aufbau. Solltemperaturen werden typischerweise innerhalb von rund zwei Stunden erreicht, bei estrichgebundenen Systemen erst nach etwa sechs Stunden. Das erleichtert die Einzelraumregelung und den Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen, etwa in Verbindung mit einer Wärmepumpe.

Typische Einsatzfälle

  • Holz- und Holzrahmenbau sowie Holzbalkendecken mit begrenzter Tragreserve
  • Sanierung und Modernisierung im Bestand, wenn nur geringe Aufbauhöhe zur Verfügung steht
  • Dachgeschossausbau und nachträglicher Innenausbau
  • Gebäude, in denen die Fußbodenheizung planerisch nicht vorgesehen war und keine Estrichhöhe eingeplant wurde
  • Bauabschnitte mit engem Terminrahmen, in denen Trocknungszeiten nicht darstellbar sind
GELTUNGSBEREICH
Diese Anleitung beschreibt die fachgerechte Montage der Systemplatten EPS300 in Wohn- und vergleichbar genutzten Räumen. Für Sonderfälle – hohe Verkehrslasten, gewerbliche Nutzung, Nassbereiche mit Abdichtung nach DIN 18534, Schwimmhallen – ist eine objektbezogene Planung erforderlich.

2 · Plattenvarianten

Die Systemplatte EPS300 ohne Alufolie verfügt über einen offenen EPS-Formkörper mit Rohrkanal. Die Wärmeverteilung erfolgt über eingelegte Wärmeleitbleche im Bereich der Rohre; zwischen den Blechen entsteht ein ausgeprägtes Temperaturprofil. Empfohlener Einsatz: Nebenflächen, Temperierung, Flächen mit geringer Heizlast.

Innerhalb der Fläche stehen zwei Plattentypen zur Verfügung, die im selben Raster kombiniert werden. Das Geradelement führt das Rohr geradlinig und übernimmt mit dem doppelten Bogen die Wende an der Wand (Kanalraster 150 mm, Randabstand 75 mm, gerade Strecke 975 mm). Das Wendeelement (600 × 1200 mm, Noppenraster) erlaubt über sein Noppenraster jede beliebige Richtungsänderung und wird an Versprüngen, in Nischen und im Anschlussbereich eingesetzt. Plattendicke jeweils 25 mm.

WICHTIG
Die Auslegung der Heizkreise (Vorlauftemperatur, Spreizung, Verlegeabstand, Kreislängen) richtet sich nach der Variante. Werden beide Ausführungen in einem Objekt eingesetzt, sind sie in der Heizlastberechnung getrennt zu betrachten und möglichst nicht innerhalb desselben Heizkreises zu mischen.

5 · Planungsgrundlagen

Vor Montagebeginn müssen eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und eine Auslegung der Flächenheizung nach DIN EN 1264 vorliegen. Aus der Auslegung ergeben sich Verlegeabstand, Heizkreisaufteilung, Kreislängen, Volumenströme und die maximale Vorlauftemperatur.

Grenzwerte für die Auslegung

  • Oberflächentemperatur im Aufenthaltsbereich maximal 29 °C, in Randzonen maximal 35 °C, in Bädern maximal 33 °C
  • Gesamter Wärmedurchlasswiderstand des Bodenbelags einschließlich Trockenunterlage höchstens 0,15 m²K/W
  • Heizkreislängen so wählen, dass der Druckverlust im Kreis den hydraulischen Abgleich am Verteiler zulässt; Kreise eines Raumes möglichst gleich lang ausführen
  • Randzonen mit erhöhtem Wärmebedarf – Fensterfronten, Außenwandbereiche – mit engerem Verlegeabstand ausführen

6 · Anforderungen an den Untergrund

Die Systemplatte ist ein tragendes Element für das Rohr, jedoch keine statisch wirksame Schicht. Tragfähigkeit, Wärme- und Trittschalldämmung sowie der Schutz gegen aufsteigende Feuchte müssen durch den darunterliegenden Aufbau sichergestellt werden.

1Ebenheit prüfen

Der Untergrund muss eben, tragfähig, formstabil und waagerecht sein. Ebenheitsabweichungen nach DIN 18202 sind einzuhalten; Unebenheiten werden mit geeigneter Ausgleichs- oder Nivelliermasse beziehungsweise mit Trockenschüttung ausgeglichen.

2Untergrund reinigen

Der Raum muss trocken, staubfrei, sauber und fettfrei sein. Putz-, Mörtel- und Farbreste sind restlos zu entfernen.

3Feuchteschutz sicherstellen

Auf erdberührten Bauteilen ist eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchte unterhalb der Systemplatte auszuführen.

4Haftgrund herstellen

Saugende oder schwach haftende Untergründe sind mit einer geeigneten Grundierung vorzubehandeln.

5Nachfolgende Gewerke informieren

Alle weiteren am Bau Beteiligten sind über die verlegte Heizfläche zu unterrichten; die fertige Fläche ist bis zur Belegung gegen Beschädigung zu schützen.

NICHT ZULÄSSIG
Systemplatten dürfen nicht direkt auf weichen Dämmschichten, losen Schüttungen ohne Abdeckung oder anderen nachgiebigen Materialien verlegt werden. Eine nicht vollflächig aufliegende Platte verschiebt sich, bricht an den Kanälen und beschädigt Rohr und Bodenbelag. Die Platten müssen vollflächig auf einer festen, ebenen Fläche aufliegen.

7 · Randdämmstreifen und Bewegungsfugen

Randdämmstreifen werden entlang aller aufgehenden Bauteile geführt: Wände, Stützen, Türzargen, Treppen und Durchdringungen. Der Streifen muss eine Bewegung des Bodenaufbaus von mindestens 5 mm aufnehmen können und vom tragenden Untergrund bis zur Oberkante des fertigen Belags reichen. Er wird erst nach dem Verlegen des Belags bündig abgeschnitten.

Wann eine Bewegungsfuge erforderlich ist

  • Bei zusammenhängenden Flächen über etwa 60 m²
  • Wenn eine Kantenlänge etwa 10 m überschreitet
  • Wenn die lange Seite mehr als das Doppelte der kurzen Seite beträgt
  • In Türdurchgängen und an Versprüngen der Raumgeometrie
  • Bei stark quellenden oder schwindenden Belägen, insbesondere Massivholz

Bewegungsfugen werden möglichst zwischen die Heizkreise gelegt, sodass sie so wenige Rohre wie möglich kreuzen. Muss ein Rohr eine Fuge queren, ist es an dieser Stelle mit einem Schutzrohr zu versehen. Bei keramischen Belägen und Naturstein liegt die Fuge im Belag deckungsgleich über der Fuge im Untergrund und wird als Fugenprofil ausgeführt.

8 · Verlegen der Systemplatten

1Trocken auslegen

Vor dem Verkleben die Platten lose auslegen und den Rohrverlauf anhand des Verlegeplans nachvollziehen. Ohne Plan ist die Plattenaufteilung vorab zu skizzieren. So werden Fehlstellen und ein nachträglicher Rückbau vermieden.

2Zuschneiden

Die Platten mit einem Cuttermesser oder einer scharfen Klinge zuschneiden. Abschnitte sammeln und in Nischen, Schränkenischen und Randbereichen weiterverwenden – das reduziert den Verschnitt deutlich.

3Verkleben

Auf mineralischen Untergründen vollflächig mit Klebemörtel verlegen, der mit der Zahnkelle aufgekämmt wird. Alternativ ist ein nicht nachquellender PU-Schaumkleber für EPS geeignet. Der Kleber wird raupenförmig auf die Plattenrückseite aufgetragen.

4Ausdehnung beachten

Schaumkleber dehnt sich nach dem Austrag noch aus. Die vom Klebstoffhersteller angegebene Wartezeit einhalten, die Platte anschließend einlegen und beschweren, bis der Kleber abgebunden hat. Der Kleberauftrag muss dünn bleiben und darf kein Polster zwischen Untergrund und Platte bilden.

5Auf Holzuntergründen

Auf Dielung oder Holzwerkstoffplatten ist neben dem Verkleben auch eine mechanische Befestigung mit passenden Schrauben zulässig. Schraubenköpfe müssen versenkt liegen und dürfen den Rohrkanal nicht berühren.

6Fläche prüfen

Nach dem Abbinden kontrollieren, dass alle Platten satt aufliegen, nicht federn und unter Belastung nicht arbeiten. Erst danach mit der Rohrmontage beginnen.

7Wärmeleitbleche einsetzen

Das Wärmeleitblech in jeden Rohrkanal eindrücken, bevor das Rohr verlegt wird. Das Blech liegt im Kanal und bildet die Aufnahme für das Rohr; es verteilt die Wärme gleichmäßig über die gesamte Plattenoberfläche. Klemmsitz und bündigen Sitz aller Bleche vor der Rohrmontage kontrollieren.

HINWEIS ZU BESTANDSBÖDEN
Auf vorhandenen Fliesen-, Holz- oder Kunststoffböden ist das Klebesystem auf den jeweiligen Untergrund abzustimmen. In vielen Fällen ist eine Haftbrücke oder Grundierung erforderlich, um eine ausreichende Verbundfestigkeit zu erreichen.

9 · Rohrmontage

Empfohlen werden sauerstoffdichte Mehrschichtrohre der Bauart PE-RT/EVOH/PE-RT in der Dimension 16 × 2 mm. Sie sind elastisch, halten sicher im Kanal, behalten beim Biegen ihren runden Querschnitt und reagieren unempfindlicher auf Temperaturwechsel als steifere Rohrarten.

1Rohr abrollen

Den Ring über eine Abrollhilfe abwickeln. Dabei bauen sich die im Ring gespeicherten Eigenspannungen ab und das Rohr lässt sich spannungsfrei einlegen.

2Rohr einlegen

Das Rohr mit der Aufschrift nach oben in das eingesetzte Wärmeleitblech drücken und gleichmäßig in den Kanal drücken. Wird das Rohr verdreht eingelegt, steht es an den Bögen hoch und liegt nicht bündig.

3Überstand kontrollieren

Das eingelegte Rohr darf die Plattenoberfläche um höchstens 1 mm überragen. Ein geringer Überstand an 180°-Bögen durch leichte Ovalisierung ist unkritisch, größere Abweichungen sind zu korrigieren.

4Bögen sichern

Springt ein Rohr am Scheitel eines 180°-Bogens aus dem Kanal, wird es mit aluminiumkaschiertem Gewebeklebeband fixiert. Reicht das nicht aus, ist ein Montagehaken zu setzen; die verbleibende Fehlstelle in der Platte wird grundiert und mit Klebemörtel geschlossen.

5Anbinden

Die Heizkreise mit Klemmverschraubungen am Verteiler anschließen und die Kreise mit den Durchflussmessern am Vorlaufbalken abgleichen. Die einmal eingestellten Durchflüsse sollten im Betrieb nicht mehr verändert werden.

HÄUFIGSTER MONTAGEFEHLER
Ein verdreht abgerolltes Rohr ist die Ursache für nahezu alle Probleme mit ungleichmäßiger Oberfläche. Das Rohr steht dann punktuell über, zeichnet sich im Belag ab und springt an Bögen aus dem Kanal. Konsequent mit der Aufschrift nach oben verlegen.

10 · Verteilerbereich

Unmittelbar vor dem Heizkreisverteiler laufen alle Vor- und Rückläufe zusammen. Das Standardraster der Systemplatte reicht dort nicht aus, um alle Rohre aufzunehmen.

  • Im Verteilerbereich eine unbearbeitete EPS-Platte gleicher Dicke verlegen und die benötigten Kanäle mit einem elektrischen Schneidgerät einarbeiten.
  • Alternativ vorgefertigte Verteileranschlussplatten mit engem Kanalraster einsetzen.
  • Die Rohre im Verteilerbereich vollständig versenken; ein Kreuzen der Rohre in einer Ebene ist zu vermeiden.
  • Vor- und Rücklauf jedes Kreises dauerhaft und ablesbar kennzeichnen.

11 · Dichtheitsprüfung und Inbetriebnahme

Vor dem Aufbringen von Lastverteilschicht und Bodenbelag ist die Anlage einer Dichtheitsprüfung mit Wasser nach DIN EN 1264-4 zu unterziehen. Der Prüfdruck beträgt mindestens das Doppelte des Betriebsdrucks, jedoch nicht weniger als 6 bar. Der Druck ist über die gesamte Prüfdauer zu halten und über mindestens 24 Stunden zu beobachten; sämtliche Verbindungen sind währenddessen sichtbar zu halten.

  • Das Ergebnis in einem Druckprobenprotokoll dokumentieren; es ist Bestandteil der Abnahmeunterlagen und Voraussetzung für Gewährleistungsansprüche.
  • Besteht Frostgefahr, sind geeignete Maßnahmen zu treffen oder die Prüfung ist mit Druckluft nach den Vorgaben des Rohrherstellers durchzuführen.
  • Während der weiteren Bauarbeiten bleibt das System unter Druck, damit Beschädigungen sofort erkannt werden.
  • Ein Funktions- und Belegreifheizen wie bei Estrichkonstruktionen entfällt, da keine Nassschicht auszutrocknen ist. Ein Inbetriebnahmeprotokoll mit Vorlauftemperatur, Durchflüssen und Einstellwerten wird dennoch empfohlen.

12 · Bodenaufbau und Beläge

Systemplatte und eingelegtes Rohr bilden eine bündige Fläche, auf der der Belag unmittelbar oder über eine Lastverteilschicht aufgebaut wird. Die Wahl des Aufbaus richtet sich nach Belagsart, gewünschter Aufbauhöhe und Nutzlast. Der Gesamtwiderstand aus Belag, Verlegeunterlage und Kleber soll 0,15 m²K/W nicht überschreiten.

Keramik und Naturstein

  • Die Fläche vor dem Verkleben grundieren.
  • Den Aufbau zweilagig ausführen: erste Kleberschicht auftragen, Glasfasergewebe einbetten und ohne Antrocknen der ersten Lage die zweite Kleberschicht aufziehen. Gewebebahnen 5 bis 10 cm überlappen, Maschenweite 5 bis 10 mm.
  • Streifenweise arbeiten und die Fliesen abschnittsweise unmittelbar verlegen. Zwei bereits angetrocknete Schichten verbinden sich nicht zuverlässig und können sich später trennen.
  • Hochflexiblen Klebemörtel und flexible Fugenmasse verwenden, jeweils nach Herstellerangabe angemischt.
  • Mindestformat 25 × 25 cm. Kleinere Formate und Mosaik erfordern eine zusätzliche Trockenestrichlage.

Elastische und textile Beläge (PVC, Vinyl, Linoleum, Teppich)

  • Linoleum, PVC und textile Beläge benötigen eine vollflächig ebene Unterlage. Werden sie direkt auf die Systemplatte geklebt, zeichnen sich die Rohrkanäle in der Oberfläche ab.
  • Als Lastverteilschicht eignet sich eine zweilagige, versetzt verlegte Trockenunterlage aus HDF-Platten, üblicherweise 2 × 3 mm bei einem Format von 1200 × 600 mm.
  • Zwischen Heizschicht und Trockenunterlage eine Baufolie einlegen.
  • Die Platten mindestens 48 Stunden vor der Montage im Verlegeraum akklimatisieren – bei mindestens 18 °C und höchstens 60 % relativer Luftfeuchte.

Laminat, Parkett und Holzbeläge

  • Holz- und Holzwerkstoffdielen werden nicht direkt auf die Heizschicht geklebt. Für eine verklebte Holzfläche ist zwingend eine Trockenestrichlage vorzusehen.
  • Der Regelfall ist die schwimmende Verlegung auf einer dünnen, druckfesten Verlegeunterlage. Die Verlegeunterlage muss ausdrücklich für Fußbodenheizung freigegeben sein; ein möglichst geringer Wärmedurchlasswiderstand ist zu bevorzugen.
  • Bei Massivholz die Fugenabstände und die zulässige Oberflächentemperatur nach Herstellerangabe beachten.

13 · Typische Fehler und ihre Folgen

FehlerAuswirkung
Unebener oder nachgiebiger UntergrundPlatten verschieben sich und brechen, Rohr und Belag werden beschädigt
Kleberpolster unter der PlattePlatte liegt hohl, arbeitet unter Last, Belag reißt
Rohr verdreht abgerolltRohrüberstand über 1 mm, Abzeichnen im Belag, Herausspringen an Bögen
Wärmeleitblech nicht eingelegtUngleichmäßige Wärmeverteilung, ausgeprägte Temperaturstreifen im Belag
Randdämmstreifen fehlt oder zu früh gekürztSchallbrücken, Zwängungen, Risse im Belag
Bewegungsfuge im Belag nicht deckungsgleichRissbildung in Belag und Fugen
Belag mit zu hohem WärmedurchlasswiderstandHeizleistung wird nicht erreicht, Rücklauftemperatur zu hoch
Zweite Kleberlage auf angetrocknete erste LageDelamination des Fliesenaufbaus
Dichtheitsprüfung nicht dokumentiertNachweisprobleme im Gewährleistungsfall

Diese Anleitung ersetzt keine objektbezogene Planung. Maßgebend sind der Verlegeplan und die geltenden Normen (u. a. DIN EN 1264, DIN EN 12831, DIN 18560-2). Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Stand: August 2026, Version 1.1.


Deine Vorteile auf einen Blick

1

Kein Estrich – nur 30 mm Aufbau

2

EPS300 λ=0,033 – maximale Wärmeeffizienz

3

Sofort begehbar nach Verlegung

4

Made in Germany – 5 Jahre Garantie

Anwendungsbereiche

NeubauAltbauSanierungTrockenbauohne Estrich

Kostenlos & unverbindlich

Persönliche Beratung

Unser Team berät dich kostenlos – per Telefon, E-Mail oder direkt im Chat. Wir helfen dir bei der Systemauswahl, Mengenberechnung und Planung.

25+ Jahre Erfahrung
5.000+ Projekte
4.9★ Ø Bewertung
10 J. Garantie