Voraussetzungen: Untergrund, Werkzeug & was bleibt?
Benötigtes Material
- →Noppenfolie (NP12/14/16) – selbstklebend auf Bestandsboden
- →PE-RT Heizrohr Ø 12–16 mm passend zur Folie
- →Kerakoll Planogel Rheo – selbstverlaufend, min. 5 mm über Rohr
- →Armierter Randdämmstreifen (selbstklebend, mind. 50 mm)
- →Trockenbau-Option: ArdusAlu Wärmeleitplatten (für Holzbalkendecken)
- →Heizkreisverteiler, Druckmanometer, Stachelwalze, 2 m Richtlatte
- →Ausgleichsmasse (bei Unebenheiten > 3 mm), Feuchtemessgerät
Was bleibt, was wird neu?
- →Bestandsestrich bleibt: Noppenfolie klebt direkt drauf – kein Rückbau
- →Fliesen bleiben: Dünnschichtsystem auf Fliesen klebbar (fest + kein Hohlklang)
- →Holzbalkendecke: Trockenbau-Variante mit ArdusAlu wählen (kein nasser Estrich)
- →Heizsystem: kompatibel mit 30–40 °C Vorlauf – ideal für Wärmepumpe & Brennwert
- →Heizkreisverteiler: neuen Standort einplanen (Wandnische oder UP-Kasten)
- →Türunterschnitt prüfen: mind. 22 mm für NP12, 27 mm für NP16 (Folie + Estrich)
Nassbau vs. Trockenbau – welche Variante für Ihren Altbau?
Das Dünnschichtsystem gibt es in zwei Ausführungen. Nassbau (Dünnschichtsystem + Planogel Rheo) ist die Standardlösung für Beton- und Estrichböden: maximale Wärmespeicherung, bewährt nach DIN 18560. Trockenbau (ArdusAlu Wärmeleitplatten) ist die Wahl bei Holzbalkendecken oder wenn kein nasser Estrich möglich ist – kein Feuchterisiko, sofort begehbar.
- →Nassbau (Noppenfolie + Estrich): Noppenfolie + PE-RT Rohr + Planogel Rheo – Aufbau 17–22 mm, ideal für Beton- und Estrichböden, optimale Wärmespeicherung, DIN 18560
- →Trockenbau (ArdusAlu): Rohr in Wärmeleitplatten ohne Estrich – sofort begehbar, kein Feuchterisiko, ideal für Holzbalkendecken und zeitkritische Projekte
- →Entscheidungshilfe: Betonboden → Nassbau. Holzbalken oder kein Nassestrich möglich → Trockenbau. Beide: max. 35–45 °C Vorlauf, WP-kompatibel
- →Kosten Materialien: Dünnschichtsystem Nassbau ab 10,53 €/m² (Folie + Rohr) + Planogel Rheo ca. 35 €/m². Trockenbau ArdusAlu ca. 28–45 €/m² – kein Estrich nötig
Ablauf der Sanierung: 3 Phasen im Überblick
Phase 1 – Planung & Untergrundprüfung: Türunterschnitt messen und Variante wählen (Nassbau/Trockenbau). Untergrund auf Ebenheit (≤ 3 mm/2 m) und Tragfähigkeit prüfen. Heizkreisverteiler-Standort bestimmen. Bedarfsberechnung: Rohrmenge, Estrichbedarf (ca. 18 kg/m² für 5 mm), Verteiler-Größe nach Raumanzahl. MC Therm berechnet kostenlos auf Basis Ihres Grundrisses.
Phase 2 – Systemeinbau: Randdämmstreifen anbringen, Noppenfolie selbstklebend verlegen oder ArdusAlu-Platten einlegen, Heizrohr einclipsen, Druckprüfung (4 bar, 24 h). Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Zeitangaben, Profi-Tipps und Hinweisen zu Rohrverlegemustern finden Sie in unserer → Montageanleitung.
Phase 3 – Estrich, Trocknung & Inbetriebnahme: Nassbau: Planogel Rheo eingießen, 24 h begehbar, 28 Tage bis Aufheizprotokoll. Trockenbau: Bodenbelag direkt nach Einbau möglich. Aufheizprotokoll nach DIN 18560: täglich +5 °C bis Betriebstemperatur. Gesamtdauer Projekt inkl. Trocknungszeit: ca. 5–6 Wochen (Nassbau) bzw. 1–2 Wochen (Trockenbau).
Häufige Fragen: FBH nachrüsten im Altbau
Dünnschichtsystem – Produkte für die Altbausanierung


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