Vorbereitung: Werkzeug, Untergrund & Verlegeplan
Werkzeug & Hilfsmittel
- →Tackerpistole für Heizungsrohr (16 mm / 17 mm) – oder Tackernadeln von Hand
- →Rohrschere oder Rohrabschneider (sauberer, gratfreier Schnitt)
- →Maßband & Kreide für Legeabstand-Markierungen auf der Dämmplatte
- →Handdruckpumpe für Druckprüfung 6 bar (vor dem Estrich Pflicht)
- →Rohrbiegefrühling (16 mm) für enge Kurven ohne Tackerpistole
- →Klemmverschraubungen / Eurokonus-Fittings für Verteileranschluss
Voraussetzungen vor dem Verlegen
- →Untergrund: sauber, trocken, frostfrei. Tragfähige Rohbaudecke oder Holzbalkendecke mit Ausgleichsschicht
- →Dämmplatten (Wärme- und Trittschalldämmung) verlegt und gestippt – Norm: DIN 18560 Teil 2
- →Randdämmstreifen umlaufend an allen Wänden angebracht – Pflicht nach DIN 18560 (Estrich darf nicht an Wand stoßen)
- →Heizkreisverteiler montiert und alle Kreisanschlüsse zugänglich
- →Verlegeplan vorhanden: Raumzuordnung der Kreise, Legeabstand je Raum, Kreislänge vorausberechnet
Wichtige Warnhinweise
Drei Fehler führen zu Totalausfällen: 1. Biegeradius unterschritten — Rohr knickt, Querschnitt dauerhaft reduziert. Beim Tacker-System immer mit Rohrbiegefrühling arbeiten. 2. Rohrstoß unter Estrich — jede Verbindung unter dem Estrich ist ein Risikopunkt. Nur einteilige Rohrlängen pro Kreis, Verbindungen nur am Verteiler. 3. Keine Druckprüfung — einmal mit Estrich bedeckt, ist jede Undichtigkeit ein Sanierungsfall. 6 bar für 24 Stunden ohne Druckabfall — erst dann Estrich einbringen.
- →Schritt 1: Verlegemuster festlegen — Mäander (einfach, gleichmäßige Wärme), Schnecke (optimale WP-Effizienz), Doppelmäander (für Randzonen)
- →Schritt 2: Legeabstand auf Dämmplatte mit Kreide markieren (10, 15 oder 20 cm je nach Raumheizlast)
- →Schritt 3: Rohr vom Verteiler ausgehend verlegen — Vorlauf und Rücklauf immer parallel (Abstand 3–5 cm)
- →Schritt 4: An Biegungen Tackerpistole einsetzen — außen alle 50 cm, innen alle 30 cm fixieren
- →Schritt 5: Randzone 60 cm am Außenwand-Bereich mit halbiertem Legeabstand verlegen (doppelte Heizlast)
- →Schritt 6: Dehnfugen markieren (bei > 40 m² oder Raumwechsel) — Rohre dort in Schutzrohr einhüllen
- →Schritt 7: Heizkreis am Verteiler anschließen, Rohrenden mit Eurokonus-Klemmverschraubung sichern
- →Schritt 8: System mit Wasser befüllen und entlüften, Druckprüfung 6 bar für 24 h — Abnahmeprotokoll ausfüllen
- →Schritt 9: Estrich einbringen bei laufendem System unter Druck — so sind Undichtigkeiten sofort sichtbar
Achtung – Fachmann empfohlen
Mindestbiegeradius 5 × OD einhalten: 16 mm → 80 mm, 17 mm → 85 mm. Knicken reduziert Querschnitt dauerhaft — der Kreis muss ersetzt werden.
Achtung – Fachmann empfohlen
Keine Rohrverbindungen (Kupplungen) innerhalb des Estrichs — Verbindungen nur zugänglich am Verteiler oder in Revisionsöffnungen.
Achtung – Fachmann empfohlen
Estrich erst nach bestandener Druckprüfung (6 bar, 24 h ohne Druckabfall) einbringen — nachträgliche Rohrreparaturen erfordern Estrichaufstemmen.
Häufige Fragen zur Rohrverlegung
Heizrohr für Fußbodenheizung

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